Allgemein

Grundsätzlich versteht man unter „Galvanotechnik“ die elektrochemische Abscheidung von metallischen Niederschlägen auf Gegenstände. D. h., bei der eigentlichen Galvanisierung wird an einem elektrolytischen Bad Strom mittels Elektroden angelegt. Am Pluspol (Anode) befindet sich das Metall, welches aufgebracht werden soll (z. B. Kupfer oder Nickel), am Minuspol (Kathode) der zu beschichtende, Strom leitende Gegenstand. Der elektrische Gleichstrom löst dabei Metall-Ionen von der Verbrauchselektrode ab und lagert diese durch einen Reduktionsprozess an die Ware an. So wird der zu veredelnde Gegenstand allseitig metallisch beschichtet. Die zu erzielende Schichtdicke wird durch verschiedene Parameter wie die Verweilzeit im Bad, Höhe des elektrischen Stroms bzw. Ausbreitung und Dichte des elektrischen Feldes gesteuert. Da sich ein elektrisches Feld, bedingt durch die Geometrie der zu galvanisierenden Teile nicht gleichmäßig einstellt, sondern vielmehr mit höheren Feldstärken zu scharfkantigen Stellen oder Enden tendiert, erhöhen sich die Schichtstärken an diesen Stellen.

Verfahren Matrix Verfahren

Schichteigenschaften

Glanz / Einebnung / Duktilität / Härte / Schichtkombinationen

Besonders bei dekorativen Anwendungen ist die Eigenschaft Glanz von hoher Bedeutung. Für einen hohen Glanz werden in verschiedenen Verfahrensschritten spezielle Glanzbildner eingesetzt. Rauhigkeiten oder Bindenähte können bedingt ausgeglichen bzw. eingeebnet werden, auch die Duktilität der abgeschiedenen Schichten ist in einem gewissen Umfang steuerbar. Durch den Einsatz von Chrom erhält die Oberfläche einen zusätzlichen Schutz bzgl. Härte, Abriebfestigkeit und einer verbesserten Gleiteigenschaft. In der Praxis finden Schichtkombinationen (wie Kupfer, Nickel, Chrom) bzw. auch mehrfache Nickelschichten ihre tägliche Anwendung, wobei sich die eigentlichen Schichtdicken im µm-Bereich bewegen. Z. B. Kupfer: 20 bis 35 µm Nickel: 10 bis 15µm Chrom: 0,3 bis 0,8 µm (1µm = 1/1.000 mm)

Kunststoffgalvanisierung

Nicht nur Metallteile können galvanisiert werden; mittels spezieller Vorbehandlungsschritte können auch Kunststoffspritzgussteile aus besonderen Kunststoffen (wie ABS, PC-ABS, …) leitend gemacht und anschließend galvanisiert werden. Die SIMON Galvanotechnik verkupfert, vernickelt, (Glanz / Perlglanz Al-Look / Velours / mikroporig) und verchromt umweltgerecht Kunststoffteile aus ABS oder PC-ABS. SIMON Oberflächen finden Sie bereits heute im Automobil-, Sanitär- und Möbelbeschlagbereich, in der Medizintechnik sowie im Schreibwaren- und Werbeartikelsektor. Mit unseren Oberflächen werden wir einer Vielzahl von Spezifikationen und Prozessvorschriften der Automobilindustrie gerecht.

Beispiel